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Das Magazin Ihrer Sparda-Bank München

Sparda aktuell: Februar 2021

Unsere Kundenzeitung erscheint monatlich. In der neuesten Ausgabe informieren wir Sie rund um folgende Themen:

  • Vertreterversammlung tagte online mit Beschluss zur Dividende
  • Unsere neue nachhaltige Plattform LENA stellt sich vor
  • Neuerungen beim Online-Shopping mit der Kreditkarte

Service-Infos

Hier finden Sie noch mehr Service-Infos

Ab 1. Januar 2021 ist die starke Kundenauthentifizierung - die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung - bei Internetkäufen verpflichtend. Im Rahmen der europäischen Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 gilt diese Neuerung für das Bezahlen mit der Kreditkarte im Internet. Bisher wurde diese nicht zwingend bei jedem Händler abgefragt.

Sie können somit nur noch online bezahlen, wenn Sie auch einen Zugang zum Online-Banking haben. Falls dies nicht der Fall ist, sollten Sie Ihr Online-Banking schnellstmöglichst freischalten. Bei Gemeinschaftskonten benötigen beide Kreditkarten-Inhaber einen separaten Online-Banking-Zugang.

Mehr Kindergeld, höhere Wohnungsbauprämie vom Staat, niedrigere Strompreise – in unserem Überblick lesen Sie, womit Sie 2021 rechnen können.

Der Solidaritätszuschlag wird zu 90 Prozent abgeschafft

Ab Januar 2021 fällt für fast alle Steuerzahler der Solidaritätszuschlag weg – und damit 5,5 Prozent der Lohnsteuer, die bisher abgeführt werden mussten. Nur Spitzenverdiener, die mehr als 6.200 Euro monatlich brutto verdienen, zahlen den Soli noch anteilig. Bei Ehepaaren mit zwei Kindern gilt eine Einkommensgrenze von 12.790 Euro pro Monat.

Die Pendlerpauschale steigt

Alle mit längerem Arbeitsweg können ab dem 21. Entfernungskilometer nun 35 Cent je Kilometer in der Einkommensteuererklärung ansetzen. Bis einschließlich 20 Kilometer bleibt es bei 30 Cent. Ab 2024 steigt die Pendlerpauschale ab dem 21. Kilometer auf 38 Cent.

Der Grundrentenzuschlag kommt

Für rund 1,3 Millionen Rentnerinnen und Rentner gibt es jetzt den Grundrentenzuschlag zur regulären Rente: Wer durch Job, Kindererziehung oder Angehörigenpflege mindestens 33 Beitragsjahre in der gesetzlichen Krankenkasse erreicht, aber unterdurchschnittlich verdient hat, bekommt bis zu 418 Euro pro Monat (brutto) zusätzlich. Der Zuschlag muss nicht beantragt werden, sondern wird nach der Einkommensprüfung automatisch berechnet und ausgezahlt.

Die Wohnungsbauprämie wird aufgestockt

Der jährliche Sparbetrag, ab den Bausparer die Wohnungsbauprämie beantragen können, erhöht sich auf 700 Euro bzw. auf 1.400 Euro für Ehepaare. Gefördert wird dieser Sparbetrag nun mit 10 Prozent statt vorher 8,8 Prozent. Zudem können jetzt mehr Menschen die Wohnungsbauprämie beantragen, weil sich die Einkommensgrenzen pro Jahr nach oben geschoben haben: für Alleinstehende auf 35.000 Euro, für Ehepaare auf 70.000 Euro.

Die Frist für Baukindergeld wird verlängert

Der Zeitraum, in dem Baugenehmigung, der frühestmögliche Baubeginn oder der Kaufvertrag datiert sein muss, damit Familien für ihr neues Zuhause Baukindergeld beantragen zu können, wurde bis zum 31.03.2021 verlängert. Förderberechtigte Familien bekommen zehn Jahre lang jährlich 1.200 Euro Baukindergeld je Kind.

Es gibt mehr Kindergeld

Ab diesem Jahr erhöht sich das Kindergeld um 15 Euro pro Kind und Monat. Für das erste und zweite Kind bekommen Eltern 219 Euro pro Monat, für den dritten Sprössling gibt es 225 Euro und für das vierte Kind sogar 250 Euro.

Der Strom wird günstiger

Weil die Erneuerbare-Energien-Umlage (EEG-Umlage) auf 6,5 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt und mit Erlösen aus der CO2-Bepreisung gegenfinanziert wird, wird in diesem Jahr der Strom für Endverbraucher günstiger.

Unser interaktiver Kalender bietet Ihnen verschiedene Einstellmöglichkeiten, die Sie an- oder abwählen können. So können Sie sich z.B. unsere Gewinnspar-Ziehungen und die bayerischen Schulferien-Termine anzeigen lassen. Auch persönliche Eintragungen sind möglich.

So funktioniert's am besten: Kalender auf den eigenen PC runterladen und die Datei öffnen. Anschließend oben rechts die entsprechenden Einstellungen an- oder abwählen, nach Bedarf Einträge im Kalender machen und dann ausdrucken.

schalter bank frauen
André Zurek

Schon eine schwere Grippe kann ausreichen, dass man vorübergehend auf die Hilfe anderer angewiesen ist, zum Beispiel um seine Bankgeschäfte fristgerecht zu erledigen. Für solche Fälle lohnt es sich, eine Vertrauensperson mit einer Bankvollmacht auszustatten. Auch im Urlaub kann es Gold wert sein, wenn im Notfall eine Vertrauensperson von zuhause aus helfen kann: zum Beispiel wenn die Karte gestohlen wird.

Mit einer Bankvollmacht ermächtigen Sie eine Person Ihres Vertrauens, in Ihrem Namen beispielsweise Überweisungen oder Bargeldauszahlungen zu tätigen. Unsere Mitarbeiter in den Filialen helfen Ihnen gerne und sind für weitere Informationen zur Bankvollmacht für Sie da.

Unser Tipp, wenn Sie noch keine Bankvollmacht erteilt haben: Sie können diese auch bequem über das Online-Banking (ServiceCenter) beauftragen.

Wir informieren über aktuelle Betrugsmaschen

Gerade im aktuellen Lockdown versuchen Internet-Kriminelle Kasse zu machen. Wir erläutern, wie Sie sich vor Cyberbetrug einfach schützen können.

Per Klick bestellt und per Post geliefert: Allein im vergangenen Jahr dürften es rund 420 Millionen Pakete und Päckchen gewesen sein, die an Privatkunden bis zum Weihnachtsfest ausgeliefert wurden. Und das lockt zugleich zahlreiche Kriminelle an.

Während viele auf ein Paket warten, verschicken Online-Betrüger täuschend echt gefälschte E-Mails großer Online-Shops wie Amazon, Otto oder Media-Markt. Das Ziel: an persönliche Daten zu kommen. In diesen E-Mails entschuldigt sich der angebliche Händler für die Verspätung eines Pakets, verspricht eine Entschädigung und bittet Sie, auf einen Link zu klicken. Doch Vorsicht: Dieser führt nur zu einer Eingabemaske, die aussieht wie die Website des vermeintlichen Online-Shops. Wenn Sie hier Ihre Daten eingeben, senden Sie direkt Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Passwort an die Betrüger. Die können dann in Ihrem Account weitere sensible Zahlungsdaten abgreifen, mit Ihrem Namen auf Rechnung bestellen und die Ware an eine abweichende Adresse, eine Packstation oder einen Paketshop liefern lassen.

Mit diesen vier Tipps können Sie sich vor Cyberbetrug schützen:

  • Achten Sie in den E-Mails auf Details wie Rechtschreibfehler, unscharfe Schrift im Impressum oder kryptische Mailadressen. Ist gar nicht erwähnt, um welche Bestellung es geht, oder lesen Sie unkonkrete Formulierungen, sind das eindeutige Hinweise auf unseriöse und gefälschte E-Mails.
  • Klicken Sie nur auf Links und Anhänge, wenn Sie die E-Mail erwartet haben oder sich sicher über deren vertraulichen Absender sind.
  • Tragen Sie keine sensiblen Daten in eine Eingabemaske ein, auf die Sie via E-Mail-Link gekommen sind. Möchten Sie sich in den Account Ihres Online-Shops einloggen, geben Sie den Link lieber selbstständig in ein neues Browser-Fenster ein.
  • Hinterfragen Sie mit gesundem Menschenverstand den E-Mail-Inhalt und bedenken Sie: Was zu schön klingt, um wahr zu sein, ist meistens auch nicht wahr. Haben Sie den Verdacht, auf eine Betrugsmail hereingefallen zu sein, handeln Sie bitte schnell: Checken Sie Ihre Accounts bei Amazon, Otto und Co. auf ungewöhnliche Aktivitäten und Abbuchungen und ändern Sie zur Sicherheit die betroffenen Passwörter. Hilfe bietet außerdem eine Hotline für Cybercrime-Opfer an, die vom bayerischen Landeskriminalamt betrieben wird: 089 1212-4400.

Gerade in Krisenzeiten wittern Betrüger ein gutes Geschäft. So kommt es zurzeit vermehrt zu Anrufen, bei denen sie mit unterschiedlichen Tricks versuchen, an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Sie geben sich zum Beispiel als Familienangehöriger aus, der im Ausland festsitzt und dringend Geld für die Heimreise benötigt, weil vor Ort die Ansteckungsgefahr groß sei.

Andere geben sich als Bankberater aus und empfehlen, eine schnelle Überweisung beziehungsweise Übertragung von Geldern in eine andere vermeintlich sicherere Anlageform oder zu einer anderen Bank, da das Geld auf dem bisherigen Konto angeblich nicht mehr sicher sei.

Lesen Sie hier unsere Sicherheitstipps.

Reihe zur Nachhaltigkeit bei der Sparda-Bank München

In unserer Sparda aktuell ab Ausgabe August 2020 bis Ausgabe Januar 2021 erfahren Sie in einer Serie, wie wir Nachhaltigkeit definieren und umsetzen. Lesen Sie, was es mit der Gemeinwohl-Ökonomie auf sich hat und warum sie mehr denn je in diese Zeit passt. An diesem wichtigen Thema bleiben wir übrigens dran. In den kommenden Ausgaben erfahren Sie weitere interessante Details.

TEO - das neue Banking

Aus der SpardaApp und dem SpardaOnline-Banking wird TEO. Die SpardaApp und das Online-Banking werden durch TEO schrittweise ersetzt.

Ab dem 19. Januar bieten wir an mehreren Terminen Kunden-Webinare zu TEO an. Unsere Mitarbeiter zeigen Ihnen dort die wichtigsten TEO-Funktionen, geben wertvolle Tipps und beantworten Ihre Fragen. Die kostenlosen Online-Veranstaltungen richten sich an Kunden, die sich bereits in TEO angemeldet haben und die Anwendung nutzen sowie an alle, die es in Kürze vorhaben.

Anfang Dezember gab es bei TEO ein weiteres Update mit zahlreichen Verbesserungen. Der Fokus lag dabei auf den Banking-Funktionen und Service-Angeboten:

Zum Beispiel beim Laden von Umsätzen der vergangenen zwei Jahre für eine bessere Durchsuchbarkeit oder die Anzeige der BIC bei Überweisung von Multibanking-Konten. Bei TEO Web sind nun auch die Foto- und QR-Code-Überweisung möglich. Optimiert wurden auch der Onboardingvorgang, der Login, die Saldoaktualisierung und weitere Verbesserungen.

Die TEO App sowie die Web-Version verfügen über nun über neue Funktionen, wie beispielsweise einen Versicherungs-Manager, ein Kontakt-Center, die Online-Terminvereinbarung, die Lastschriftrückgabe sowie Aufträge und Formulare.

Versicherungsmanager für hohe Transparenz hinsichtlich bestehender Verträge und Absicherung

Die bei Nutzern beliebte Funktion des Vertragsmanagers wird in der neuen Version von TEO um einen Versicherungsmanager erweitert. Dieser verschafft dem Nutzer einen detaillierten Überblick über seine Versicherungen. Er zeigt alle Verträge, die im Vertragsmanager in der Kategorie „Versicherung“ aufgeführt sind. Zusätzlich kann der Nutzer weitere Versicherungen manuell oder aus der Umsatzliste hinzufügen. Bewährte Funktionen aus dem Vertragsmanager wie das Erfassen von Notizen und Vertragslaufzeit sowie der Vertragswecker sind im Versicherungsmanager ebenfalls verfügbar.

Erweiterte Schnittstelle ermöglicht neue Funktionen

Zum erweiterten Funktionsumfang gehört beispielsweise das Kontakt-Center, das den gesicherten Austausch von Nachrichten mit der Bank ermöglicht. Außerdem steht ab sofort die Option „Lastschriftrückgabe“ zur Verfügung. „Aufträge und Formulare„ ergänzen die bereits bestehenden digitalen Kontoauszüge in der Webversion von TEO. Hierüber sind unter anderem Adressänderungen, das Erteilen einer Bankvollmacht und die Änderung eines Freistellungsauftrags möglich.

Die neue TEO App-Version 1.3 steht ab sofort als Update im App Store von Apple und Google Play Store zur Verfügung.

frau teo

Mehr als Banking: Im TEO Blog finden Sie interessante Storys zu TEO, Geld und Finanzen sowie Lifestyle. Schauen Sie gleich mal vorbei!

Heute ist es als Bank wichtig, ein innovatives Online-Banking anzubieten, das mobil genauso einfach funktioniert wie auf dem Desktop-PC. Nicht zuletzt die praktische Multibankenfähigkeit,durch die Sie Konten unterschiedlicher Banken in einer App bündeln können, ist ein großes Plus. Lernen Sie die weiteren Vorteile kennen und laden Sie sich TEO kostenfrei auf Ihr Handy.

Die Sparda-Bank München hat sich bewusst für den Weg mit TEO entschieden, um innovative Banking-Funktionen schnell umsetzen und unseren Kunden anbieten zu können. TEO wurde entwickelt und wird weiterentwickelt von der COMECO GmbH & Co. KG, einem Unternehmen mit Sitz in Stuttgart. An COMECO sind aktuell sieben regionale Sparda-Banken beteiligt,darunter auch die Sparda-Bank München. TEO ist das neue Online-Banking der Sparda-Bank München und löst die SpardaApp und das Online-Banking per PC bis Ende März 2021 ab.

handy app splash

Ein Grundsatz in der Gemeinwohl-Ökonomie ist, dass Unternehmen miteinander statt gegeneinander arbeiten und Erfolge erzielen, die nicht zulasten anderer gehen. Als Genossenschafts- und Gemeinwohl-Bank sind wir der Förderung unserer Mitglieder verpflichtet. Das Interesse unserer Mitglieder an digitalen Services und Lösungen ist hoch. Mit TEO bieten wir eine Lösung für Banking, Informationen und individuelle Angebote, vereint in einer App. Ihre Zufriedenheit mit uns ist uns immer wichtig. Uns ist bewusst, dass TEO eine große Veränderung darstellt. Dennoch bitten wir Sie: Geben Sie TEO eine faire Chance. Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter. Wir stellen Ihnen die App auch gern persönlich in einer unserer Filialen vor.

familien im feld
istock / max-kegfire

Aus der SpardaApp und dem SpardaOnline-Banking wird TEO. Neu ist, dass TEO klassisches Banking mit Storys, Gutscheinen und Angeboten vereint. TEO ist anders - aber auch sehr praktisch mit seinen vielen von der SpardaApp gewohnten und neuen Funktionen wie zum Beispiel der Multibankenfähigkeit oder dem Vertragsmanager. Sie können TEO bereits nutzen als App und Web-Version. Schauen Sie doch gleich mal rein!

Die größte Veränderung sind Gutscheine, Aktionsangebote und Storys. Diese neuen Inhalte sind ein Angebot an Sie, die Sie nutzen können. Mit TEO können Sie auch einfach nur Ihr Online-Banking erledigen und sich anschließend wieder ausloggen.

teo logo

Spenden- und Patenschaftsaktion zugunsten Senioren in Not

Viele Rentner sind arm, obwohl sie Jahrzehnte gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt haben. Viele verstecken ihre Armut, weil sie sich dafür schämen. Als erster Verein in Deutschland unterstützt LichtBlick Seniorenhilfe e. V. diese Senioren in finanzieller Not. Gemeinsam mit dem Münchner Merkur und dem Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München unterstützen auch wir den Verein und rufen zu Spenden und Patenschaften zugunsten LichtBlick Seniorenhilfe e. V. auf.

Hier stellen wir Senioren und den Verein näher vor und informieren zum Thema Altersarmut.

Wenn die Minirente nicht für den Lebensunterhalt reicht, gibt es für Rentnerinnen und Rentner finanzielle Hilfe vom Staat. Doch vor allem Frauen nehmen diese Hilfe oft nicht in Anspruch. Warum?

Viele alte Menschen leben von weniger als dem, was als absolutes Minimum für den Lebensstandard gilt. Zwar können sich verarmte Seniorinnen und Senioren mit der sogenannten Grundsicherung beim Amt Unterstützung holen. Doch rund 60 Prozent derer, denen die Rentenaufstockung zusteht, nehme sie nicht in Anspruch. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Und darunter sind besonders viele Frauen.

Dafür gibt es keine empirischen Belege, aber einige Anhaltspunkte. Kulturwissenschaftlerin Dr. Irene Götz aus München hat mit ihrem Team fünfzig Rentnerinnen befragt, was sie davon abhält, sich Unterstützung zum Lebensunterhalt zu holen. Die Antworten: Viele ältere Mitbürger wissen entweder gar nicht, dass sie anspruchsberechtigt sind, oder erdulden ihre Armut aus Angst vor der Bürokratie. Sie fürchten, dass der Bezug von Grundsicherung mit irgendwelchen Bedingungen verbunden ist. Zum Beispiel, dass das Sozialamt einem am Ende das wenige Ersparte wegnimmt oder sich den Rentenzuschuss von den Kindern zurückholt.

Eine erhebliche Rolle spielt auch die Stigmatisierung von Sozialleistungen. Es herrscht das Vorurteil, wer wenig Geld habe, der sei selbst schuld. Dabei rutschen selbst Frauen in die Altersarmut, die ihr Leben lang gearbeitet haben – Stichwort Teilzeit- und Traditionalisierungsfalle. Oft wird die Scham zur großen Hürde: Auch wenn sie noch so sehr in Geldnot sind, trauen sich viele Seniorinnen nicht, zuzugeben, dass sie bedürftig sind. Was wohl die Nachbarn sagen würden, wenn sie mitkriegten, dass man aufs Amt geht? Statt Grundsicherung zu beantragen verzichten, frieren und hungern die verarmten Seniorinnen lieber. Was die verdeckte Altersarmut so schwer beziffern lässt: Viele bemühen sich dabei aufs Erstaunlichste, nach außen hin den Schein eines eigenständigen Lebensstils zu bewahren.

Mit seinem Wohlstand liegt Bayern im bundesweiten Vergleich an der Spitze – und genau deshalb sind Rentnerinnen und Rentner hier besonders stark von Altersarmut betroffen.

Immer mehr ältere Menschen in Deutschland sind finanziell abgehängt. Und für immer mehr Rentnerinnen und Rentner in Bayern ist die Lage besonders kritisch. Das Trügerische: Im Bundesländervergleich hat der Freistaat zwar das niedrigste Armutsrisiko. Die sogenannte Armutsgefährdungsquote, mit der das Statistische Bundesamt den Anteil der Menschen angibt, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben, lag hier im Jahr 2019 bei 11,9 Prozent. Doch diese Zahl bezieht sich nur auf die bayerische Gesamtbevölkerung. Die verschiedenen Bevölkerungsgruppen sind in Bayern aber besonders unterschiedlich von Armut gefährdet: Während die Armutsrisiko-Quote bei Erwerbstätigen nur bei 5,5 Prozent liegt, ist sie bei den Über-65-Jährigen mit 18,5 Prozent mehr als dreimal so hoch.

Bayerns Reichtum entwertet die Durchschnittsrenten

Die Quote ist sogar noch höher: Um die Armuts-Kennzahl zu ermitteln, werden die Daten nämlich mit bundesweiten Zahlen verglichen – statt sie auf die Einkommen in Bayern zu beziehen. Weil hier aber besonders viele Menschen überdurchschnittlich viel Geld verdienen, sind die Lebenshaltungskosten in vielen Regionen besonders hoch. In Bayern ist es also schwieriger, mit einer Rente über die Runden zu kommen, die im bundesweiten Vergleich vielleicht ganz ordentlich ist. Vor allem die Mieten sind hier besonders hoch – und die sinken ja nicht mit dem Renteneintritt. Auf bayerische Einkommen bezogen liegt die Armutsgefährdungsquote der Altersgruppe Ü-65-Jährigen hier sogar bei 23,1 Prozent. Dieser Anteil hat in den vergangenen Jahren immer weiter zugenommen. Obwohl die Konjunktur brummte, was das Armutsrisiko normalerweise absenkt. Dass nun wegen der Corona-Pandemie eine Rezession droht, dürfte die Lage für unsere älteren Mitbürger wohl noch weiter verschärfen.

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Sie haben eines gemeinsam: eine schmale Rente und Grundsicherung im Alter. Dagmar Neiser, 68, und PeterBecker, 84, werden vom Verein LichtBlick Seniorenhilfe unterstützt.

Dagmar Neiser musste viel einstecken im Leben. Ein Gehirntumor, Gott sei Dank ein gutartiger, riss sie aus dem Alltag. Irgendwann bekam sie Pflegestufe zwei und wurde zur Frührentnerin. Da war sie knapp 60. „Meine Arbeit als Verwaltungsangestellte hat mir sehr gefehlt. Ich habe sie geliebt“, erzählt sie heute, mit 68. Aber noch schlimmer war: Weil sie nur 39 Jahre gearbeitet hatte, bekam sie eine geringere Rente und ist auf Grundsicherung angewiesen. An ihr neues Leben, in dem sie jeden Cent zweimal umdrehen muss, musste sie sich erst einmal gewöhnen.

Unterstützung bekam sie in dieser schweren Zeit von ihrem guten Freund Peter Becker, 84. Beide verbindet eine lange Freundschaft. Seit dem Tod von Peter Beckers Lebensgefährtin 2008 sehen sich die zwei täglich. Genau wie Dagmar Neiser ist auch er auf Grundsicherung angewiesen. „Wir haben beide keine Jobs gehabt, in denen man das große Geld verdient hat“, sagt Dagmar Neiser. Seit mehr als sieben Jahren gehen sie gemeinsam einkaufen, kochen und essen zusammen – und tauschen Tipps aus, wie man trotz kleiner Rente über die Runden kommt. Inzwischen bekommen beide eine monatliche Patenschaft von jeweils 35 Euro. „Das hört sich für einige nicht nach viel an“, sagt Dagmar Neiser. Aber für sie und ihren Freund ist das ein Vermögen.

logo lichtblick

Mit Ihrer Spende helfen Sie älteren Menschen, die am Existenzminimum leben. Leisten Sie zum Beispiel wertvolle Unterstützung als Pate mit 35,– Euro im Monat. Über die Länge der Laufzeit entscheiden Sie selbst. Durch eine einmalige Spende stehen Sie älteren Menschen in finanzieller Not ebenfalls zur Seite.

Spendenkonto bei der Sparda-Bank München:

  • IBAN: DE30 7009 0500 0004 9010 10
  • BIC: GENODEF1S04
  • Verwendungszweck: Sparda LichtBlicke

Wir fördern unsere Region

Vorweihnachtliche Überraschung für bedürftige Kinder

In diesen schwierigen Zeiten ist es uns eine ganz besondere Herzensangelegenheit, den Kleinsten unserer Gesellschaft ein paar Lichtblicke zu Weihnachten zu schenken. 1.100 Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren aus bedürftigen Familien in München können sich deshalb über einen Adventskalender freuen. Hinter jedem Türchen verbirgt sich ein hochwertiges Spielzeug, das den Kindern lange Freude bereiten soll. Die Verteilung der vorweihnachtlichen Überraschung übernahm die Münchner Tafel e. V.; Christine Miedl von der Sparda-Bank München, half tatkräftig mit. Die Mittel für die Adventskalender-Spende stammen aus dem Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München e. V.

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Nachhaltigkeit und Gemeinwohl

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