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Das Magazin Ihrer Sparda-Bank München

Neues Online-Portal zur Gemeinwohl-Ökonomie

Auf unserer neuen Website www.wirtschaft-fuer-alle.de stellen wir als Deutschlands erste Gemeinwohl-Bank die vielfältigen Aspekte der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) vor. Wir unterstützen die GWÖ seit 2010 und richten unsere Aktivitäten bis heute an deren Prinzipien aus. Besuchen Sie unsere neue Website. Wir berichten dort über unser GWÖ-Engagement und das von anderen Unternehmen und Organisationen. Finanzwissen, Informationen zu Projekten und Menschen aus der Region sowie Tipps für ein nachhaltigeres Leben runden das Angebot ab.

Menschen lachen
junge frau mit seniorin

Interesse an einem Ehrenamt?

Einkaufen, Formulare ausfüllen, zu Behörden gehen – was viele Menschen nebenbei erledigen, kann für Ältere zur Herausforderung werden. Um sie in ihrem Alltag zu unterstützen, startet LichtBlick Seniorenhilfe e. V. das neue Projekt Seniorenassistenz. Dafür sucht der Verein freiwillig Engagierte, die alten Menschen zur Hand gehen und ihnen so ein selbstbestimmtes Leben im vertrauten Zuhause ermöglichen. Was konkret benötigt wird: Besorgungen machen, zu Behörden oder Ärzten begleiten, Spazierengehen, Reden und Zuhören oder Hilfe beim Umgang mit dem Computer. Haben Sie Interesse? Dann folgen Sie dem Link.

Ziele für nachhaltige Entwicklung

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, auch Sustainable DevelopmentGoals (kurz: SDGs), sollen eine gerechtere Welt schaffen. Die Vereinten Nationen haben sie ins Leben gerufen und sich darauf verständigt, sie zu verfolgen. Auch wir in der Sparda-Bank München beschäftigt uns damit, wie wir unseren Beitrag zur Erreichung leisten können.

sdgs ziele

Sparda aktuell: Februar 2022

Unsere Kundenzeitung erscheint monatlich. In der neuesten Ausgabe informieren wir Sie rund um folgende Themen:

  • Neue Funktionen in TEO
  • Veganuary: Mit Hafermilch eine Menge CO2 einsparen
  • Vertreterwahl 2021: Bekanntmachung des Ergebnisses
  • Ihr Geld: Was sich in diesem Jahr ändert

Nachhaltigkeit und Gemeinwohl

Spenden- und Patenschaftsaktion zugunsten Senioren in Not

Viele Rentner sind arm, obwohl sie Jahrzehnte gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt haben. Viele verstecken ihre Armut, weil sie sich dafür schämen. Als erster Verein in Deutschland unterstützt LichtBlick Seniorenhilfe e. V. diese Senioren in finanzieller Not. Gemeinsam mit dem Münchner Merkur und dem Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München unterstützen auch wir den Verein und rufen zu Spenden und Patenschaften zugunsten LichtBlick Seniorenhilfe e. V. auf.

Hier stellen wir Senioren und den Verein näher vor und informieren zum Thema Altersarmut.

lichtblick rentnerin seniorin

Der Blick auf die nackten Zahlen macht sprachlos: Eine Frau mit gleicher Qualifikation in derselben Branche verdient sechs Prozent weniger Gehalt als ein Mann. Der einzige Unterschied – das Geschlecht.

Dieser sogenannte Gender-Pay-Gap ist der Grund, weshalb Frauen seit dem 10. November statistisch gesehen praktisch kostenlos arbeiten: Wird das Gehalt von Männern als 100 Prozent für ein Jahr als Basis angenommen, so arbeiten Frauen ab diesem Tag bis zum Jahresende, ohne dafür bezahlt zu werden.

Für Lydia Staltner, Gründerin des LichtBlick Seniorenhilfe e. V., ist das Einkommen einer der wichtigsten Gründe, warum Altersarmut etwa in München zu 80 Prozent weiblich ist: „Altersarmut hängt nicht alleine damit zusammen, dass die Frauen Kinder kriegen, in Teilzeit arbeiten oder Auszeiten für die Familie nehmen, sondern auch damit, dass sie ganz einfach weniger verdienen als die Männer.“ Die Folge: Die Rente von Frauen über 65 Jahren fällt im Schnitt um 46 Prozent geringer aus als die von Männern. Zu ihnen zählt auch LichtBlick-Seniorin Silviana M. Am Ende ihres Arbeitslebens als gelernte Zahnarzthelferin standen für sie 814,– Euro Nettorente zu Buche. Als ihr das Geld für einen Umzug nach einer Wohnungskündigung fehlte, half ihr LichtBlick Seniorenhilfe e. V. und sie konnte in letzter Sekunde den neuen Mietvertrag unterschreiben.

lichtblick seniorenhilfe lydia staltner

Ganz viel Angst und niemand zum Reden – je länger das Corona-Virus unser Leben bestimmt, desto härter sind die Folgen für verarmte Seniorinnen und Senioren. Wie können Vereine wie „LichtBlick Seniorenhilfe“, der seit 17 Jahren arme Rentnerinnen und Rentner aus ihrer Einsamkeit holt und ihnen ein Leben in Würde ermöglicht, da noch helfen? LichtBlick-Gründerin Lydia Staltner gibt Antworten darauf. Das Wichtigste vorweg: Schon mit einem kleinen Plausch oder indem man einfach aufmerksam bleibt, kann jeder helfen.

Die Corona-Pandemie betrifft uns alle – verarmte Seniorinnen und Senioren aber besonders hart. Wie ist die aktuelle Lage für die Betroffenen?

Lydia Staltner: Menschen in Altersarmut sind mehrfach getroffen. So trauen sich viele in dieser Zeit nicht mehr zur Tafel und die Begegnungsstätten für alte Menschen, wie die Altenservice-Zentren, sind geschlossen. Wer kein Geld hat, ist also zu Hause gewissermaßen gefangen. Es gibt in diesen Haushalten meist kein Auto, um ohne Ansteckungsgefahr zu seinem Ziel zu kommen, und keinen Computer, um notwendige Dinge des täglichen Bedarfs online bestellen zu können. Weil gerade arme Rentnerinnen und Rentner oftmals niemanden haben, der sich um sie kümmert, wächst ihre Einsamkeit. In unseren Büros rufen viele Senioren an, die wochenlang mit keinem Menschen gesprochen haben. Viele beginnen damit, sich innerlich aufzugeben.

Wie konnten Sie betroffenen Rentnerinnen und Rentnern in den letzten Monaten trotz der Maßnahmen zur Viruseindämmung helfen?

Lydia Staltner: Unsere üblichen Hilfeleistungen wurden und sind inzwischen wichtiger als je zuvor. Darüber hinaus haben wir unseren Senioren gleich zu Beginn der Pandemie Lebensmittel direkt nach Hause gebracht. Insgesamt rund 13.000 Lebensmittelkisten, um sie vor einer Ansteckung zu schützen und ihnen Ängste zu nehmen. Aktuell verteilen wir Gratis-FFP2-Masken und halten zudem fleißigen telefonischen Kontakt – jeden Tag rufen zwischen 50 und 100 Menschen an. Viele haben niemanden zum Reden. Unser Büro mussten wir leider schließen – aber wir sind auf anderen Wegen für unsere Seniorinnen und Senioren da. Und das wird auch so bleiben!

Was können Menschen, denen es besser geht, tun, um Ihren Verein zu unterstützen?

Lydia Staltner: Ich möchte an dieser Stelle herzlich um Spenden bitten – jeder Euro hilft den mittlerweile weit über 17.000 Senioren, die wir in der Regel ein Leben lang mit Geld- und Sachleistungen unterstützen. Spenden sind so wichtig. Es wenden sich immer mehr alte Menschen in Not an uns, von denen jeder Hilfe verdient – wir möchten niemanden ablehnen. Man kann aber auch schon Großes bewirken, indem man einfach aufmerksam bleibt: Vielleicht benötigt die alte Dame in der Nachbarwohnung Hilfe oder der Rentner im Erdgeschoss würde gerne einmal ein wenig plaudern.

Durch die gestarteten Impfungen gegen das Coronavirus ist ein Ende der Pandemie in Sicht – jedoch noch in weiter Ferne. Wie blicken Sie den nächsten Monaten entgegen?

Lydia Staltner: Wir dürfen niemals die Zuversicht verlieren, das finde ich am wichtigsten. Es ist für viele Menschen eine sehr harte Zeit, doch am Horizont ist Licht zu sehen. Wir werden all dies überstehen – am besten gemeinsam und in Solidarität mit jenen, die am meisten Hilfe brauchen.

Wenn die Minirente nicht für den Lebensunterhalt reicht, gibt es für Rentnerinnen und Rentner finanzielle Hilfe vom Staat. Doch vor allem Frauen nehmen diese Hilfe oft nicht in Anspruch. Warum?

Viele alte Menschen leben von weniger als dem, was als absolutes Minimum für den Lebensstandard gilt. Zwar können sich verarmte Seniorinnen und Senioren mit der sogenannten Grundsicherung beim Amt Unterstützung holen. Doch rund 60 Prozent derer, denen die Rentenaufstockung zusteht, nehme sie nicht in Anspruch. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Und darunter sind besonders viele Frauen.

Dafür gibt es keine empirischen Belege, aber einige Anhaltspunkte. Kulturwissenschaftlerin Dr. Irene Götz aus München hat mit ihrem Team fünfzig Rentnerinnen befragt, was sie davon abhält, sich Unterstützung zum Lebensunterhalt zu holen. Die Antworten: Viele ältere Mitbürger wissen entweder gar nicht, dass sie anspruchsberechtigt sind, oder erdulden ihre Armut aus Angst vor der Bürokratie. Sie fürchten, dass der Bezug von Grundsicherung mit irgendwelchen Bedingungen verbunden ist. Zum Beispiel, dass das Sozialamt einem am Ende das wenige Ersparte wegnimmt oder sich den Rentenzuschuss von den Kindern zurückholt.

Eine erhebliche Rolle spielt auch die Stigmatisierung von Sozialleistungen. Es herrscht das Vorurteil, wer wenig Geld habe, der sei selbst schuld. Dabei rutschen selbst Frauen in die Altersarmut, die ihr Leben lang gearbeitet haben – Stichwort Teilzeit- und Traditionalisierungsfalle. Oft wird die Scham zur großen Hürde: Auch wenn sie noch so sehr in Geldnot sind, trauen sich viele Seniorinnen nicht, zuzugeben, dass sie bedürftig sind. Was wohl die Nachbarn sagen würden, wenn sie mitkriegten, dass man aufs Amt geht? Statt Grundsicherung zu beantragen verzichten, frieren und hungern die verarmten Seniorinnen lieber. Was die verdeckte Altersarmut so schwer beziffern lässt: Viele bemühen sich dabei aufs Erstaunlichste, nach außen hin den Schein eines eigenständigen Lebensstils zu bewahren.

Mit seinem Wohlstand liegt Bayern im bundesweiten Vergleich an der Spitze – und genau deshalb sind Rentnerinnen und Rentner hier besonders stark von Altersarmut betroffen.

Immer mehr ältere Menschen in Deutschland sind finanziell abgehängt. Und für immer mehr Rentnerinnen und Rentner in Bayern ist die Lage besonders kritisch. Das Trügerische: Im Bundesländervergleich hat der Freistaat zwar das niedrigste Armutsrisiko. Die sogenannte Armutsgefährdungsquote, mit der das Statistische Bundesamt den Anteil der Menschen angibt, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben, lag hier im Jahr 2019 bei 11,9 Prozent. Doch diese Zahl bezieht sich nur auf die bayerische Gesamtbevölkerung. Die verschiedenen Bevölkerungsgruppen sind in Bayern aber besonders unterschiedlich von Armut gefährdet: Während die Armutsrisiko-Quote bei Erwerbstätigen nur bei 5,5 Prozent liegt, ist sie bei den Über-65-Jährigen mit 18,5 Prozent mehr als dreimal so hoch.

Bayerns Reichtum entwertet die Durchschnittsrenten

Die Quote ist sogar noch höher: Um die Armuts-Kennzahl zu ermitteln, werden die Daten nämlich mit bundesweiten Zahlen verglichen – statt sie auf die Einkommen in Bayern zu beziehen. Weil hier aber besonders viele Menschen überdurchschnittlich viel Geld verdienen, sind die Lebenshaltungskosten in vielen Regionen besonders hoch. In Bayern ist es also schwieriger, mit einer Rente über die Runden zu kommen, die im bundesweiten Vergleich vielleicht ganz ordentlich ist. Vor allem die Mieten sind hier besonders hoch – und die sinken ja nicht mit dem Renteneintritt. Auf bayerische Einkommen bezogen liegt die Armutsgefährdungsquote der Altersgruppe Ü-65-Jährigen hier sogar bei 23,1 Prozent. Dieser Anteil hat in den vergangenen Jahren immer weiter zugenommen. Obwohl die Konjunktur brummte, was das Armutsrisiko normalerweise absenkt. Dass nun wegen der Corona-Pandemie eine Rezession droht, dürfte die Lage für unsere älteren Mitbürger wohl noch weiter verschärfen.

logo lichtblick

Mit Ihrer Spende helfen Sie älteren Menschen, die am Existenzminimum leben. Leisten Sie zum Beispiel wertvolle Unterstützung als Pate mit 35,– Euro im Monat. Über die Länge der Laufzeit entscheiden Sie selbst. Durch eine einmalige Spende stehen Sie älteren Menschen in finanzieller Not ebenfalls zur Seite.

Spendenkonto bei der Sparda-Bank München:

  • IBAN: DE30 7009 0500 0004 9010 10
  • BIC: GENODEF1S04
  • Verwendungszweck: Sparda LichtBlicke

Service-Infos

Hier finden Sie noch mehr Service-Infos

An unseren Geldautomaten mit Einzahlungsmöglichkeit können Sie ab sofort nur noch maximal 10.000,– Euro einzahlen. Möchten Sie mehr als 10.000,– Euro am Automaten einzahlen, wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter*innen in Ihrer Filiale. In diesen Fällen ist ab sofort ein Herkunftsnachweis für den gesamten Einzahlungsbetrag nötig. Damit setzen wir eine neue Regelung der Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) um, die diese in ihren Anwendungshinweisen zum Geldwäschegesetz vorgibt. Geeignete Belege als Nachweis können unter anderem aktuelle Kontoauszüge, Verkaufs- und Rechnungsbelege, Quittungen sowie Erbnachweise oder Schenkungsverträge sein.

Ab 1. Januar 2021 ist die starke Kundenauthentifizierung - die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung - bei Internetkäufen verpflichtend. Im Rahmen der europäischen Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 gilt diese Neuerung für das Bezahlen mit der Kreditkarte im Internet. Bisher wurde diese nicht zwingend bei jedem Händler abgefragt.

Sie können somit nur noch online bezahlen, wenn Sie auch einen Zugang zum Online-Banking haben. Falls dies nicht der Fall ist, sollten Sie Ihr Online-Banking schnellstmöglichst freischalten. Bei Gemeinschaftskonten benötigen beide Kreditkarten-Inhaber einen separaten Online-Banking-Zugang.

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André Zurek

Schon eine schwere Grippe kann ausreichen, dass man vorübergehend auf die Hilfe anderer angewiesen ist, zum Beispiel um seine Bankgeschäfte fristgerecht zu erledigen. Für solche Fälle lohnt es sich, eine Vertrauensperson mit einer Bankvollmacht auszustatten. Auch im Urlaub kann es Gold wert sein, wenn im Notfall eine Vertrauensperson von zuhause aus helfen kann: zum Beispiel wenn die Karte gestohlen wird.

Mit einer Bankvollmacht ermächtigen Sie eine Person Ihres Vertrauens, in Ihrem Namen beispielsweise Überweisungen oder Bargeldauszahlungen zu tätigen. Unsere Mitarbeiter in den Filialen helfen Ihnen gerne und sind für weitere Informationen zur Bankvollmacht für Sie da.

Unser Tipp, wenn Sie noch keine Bankvollmacht erteilt haben: Sie können diese auch bequem über das Online-Banking (ServiceCenter) beauftragen.

Wir informieren über aktuelle Betrugsmaschen

Braucht man schnell einen Handwerker und sicht im Internet ist Vorsicht geboten: So manche Website erscheint seriös, ist aber alles andere als das. Die berechneten Preise sind extrem hoch, das Geld wird oft auch im Voraus verlangt. Die Arbeiten werden dann schlecht oder gar nicht erledigt.

Informieren Sie sich gut über die ausgewählte Firma. Fragen Sie nach dem Firmensitz und den Anfahrtskosten. Sprechen Sie vorab über den Preis der Leistung und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, wenn schon beim Erstgespräch Inkassounternehmen erwähnt werden. Bestehen Sie auf eine Rechnung und bezahlen Sie nicht im Voraus.

Sie geben sich als Polizisten oder Enkel aus: Betrüger versuchen, mit skrupellosen Anrufen Wertgegenstände oder Geld zu ergaunern. Ihre Lieblingsopfer sind Senioren, weil das Telefon für sie oft auch heute noch die wichtigste Verbindung nach draußen ist. Aber auch jüngere Menschen fallen auf die Betrugsmaschen am Hörer herein. Arno Helfrich von der Kriminalprävention Polizei München erklärt, welche Tricks die Betrüger anwenden und wie Sie sich dagegen schützen können.

Wie gehen die Telefonbetrüger bei ihrer Abzocke vor?

Arno Helfrich: Telefonbetrüger wollen mit den Angerufenen ins Gespräch kommen. So behaupten angebliche Polizisten, dass Einbrecher in der Nähe festgenommen wurden und der Verdacht bestehe, dass weitere Einbrüche begangen werden sollen. Im Laufe des Gesprächs fragen sie dann nach Bargeld, Schmuck und anderen Wertgegenständen, die von der Polizei vorsichtshalber in Verwahrung genommen werden sollten – von einem verdeckten Ermittler, der in Kürze vorbeikommen werde. Die Glaubwürdigkeit versuchen die Täter zu erhöhen, indem sie mit einer speziellen Technik auf dem Display der Opfer die Anrufnummer 110 anzeigen lassen.

Was sind weitere gängige Maschen der Betrüger via Telefon?

Arno Helfrich: Noch rücksichtsloser gehen die Täter mit sogenannten Schockanrufen vor. Sie geben sich als Verwandter oder Bekannter aus und schildern einen schweren Verkehrsunfall oder ein anderes Unglück. Sie brauchen zur ärztlichen Behandlung oder zum Begleichen eines Schadens dringend eine hohe, meist fünfstellige Summe. Zweifel oder Nachfragen unterbrechen sie durch emotionale Ausbrüche. Dann gibt es noch den Verwandtentrick, bei dem sich Anrufer zum Beispiel als Enkel oder Neffe ausgeben. Es dreht sich meist um eine finanzielle Notlage, die zum Beispiel aufgrund von Schulden entstanden sein soll. Die Betrüger sagen, ihnen drohen nun Schwierigkeiten beim Finanzamt oder dem Arbeitgeber. Sie fordern Geld im fünfstelligen Bereich, um so die Bereitschaft der Angerufenen zu testen und die besonders große Not zu begründen.

Wie sollte man sich bei solch einem Anruf am Telefon verhalten?

Arno Helfrich: Bei Anrufen von unbekannten oder unterdrückten Nummern und unbekannten Personen immer vorsichtig sein! SIE bestimmen, mit wem Sie telefonieren und mit wem nicht, das macht keinesfalls der Anrufer. Unterbrechen Sie die Gespräche sofort, indem Sie auflegen ­– das müssen Sie nicht begründen oder sich gar dafür entschuldigen. Rufen Sie danach über die 110 die Polizei. Jede Mitteilung an die Polizei ist wichtig und kann weitere Betrugsanrufe verhindern!

Wie kann man Betrugsanrufe erkennen und ihnen sogar vorbeugen?

Arno Helfrich: Die Polizei fordert am Telefon niemals Bargeld oder andere Wertgegenstände von Ihnen! Die Telefonnummer 110 kann nur angerufen werden, ruft aber niemals zurück und kann deshalb gar nicht auf dem Display erscheinen. Für Anrufe von Verwandten oder Bekannten überlegen Sie sich Fangfragen: Fragen Sie zum Beispiel nach einer Schwester oder einen Bruder, die gar nicht existieren. Klären Sie mögliche Zweifel sofort mit nahestehenden Personen und verständigen Sie die Polizei über den Notruf 110. Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit!

mann polizei arno helfrich

Gerade im aktuellen Lockdown versuchen Internet-Kriminelle Kasse zu machen. Wir erläutern, wie Sie sich vor Cyberbetrug einfach schützen können.

Per Klick bestellt und per Post geliefert: Allein im vergangenen Jahr dürften es rund 420 Millionen Pakete und Päckchen gewesen sein, die an Privatkunden bis zum Weihnachtsfest ausgeliefert wurden. Und das lockt zugleich zahlreiche Kriminelle an.

Während viele auf ein Paket warten, verschicken Online-Betrüger täuschend echt gefälschte E-Mails großer Online-Shops wie Amazon, Otto oder Media-Markt. Das Ziel: an persönliche Daten zu kommen. In diesen E-Mails entschuldigt sich der angebliche Händler für die Verspätung eines Pakets, verspricht eine Entschädigung und bittet Sie, auf einen Link zu klicken. Doch Vorsicht: Dieser führt nur zu einer Eingabemaske, die aussieht wie die Website des vermeintlichen Online-Shops. Wenn Sie hier Ihre Daten eingeben, senden Sie direkt Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Passwort an die Betrüger. Die können dann in Ihrem Account weitere sensible Zahlungsdaten abgreifen, mit Ihrem Namen auf Rechnung bestellen und die Ware an eine abweichende Adresse, eine Packstation oder einen Paketshop liefern lassen.

Mit diesen vier Tipps können Sie sich vor Cyberbetrug schützen:

  • Achten Sie in den E-Mails auf Details wie Rechtschreibfehler, unscharfe Schrift im Impressum oder kryptische Mailadressen. Ist gar nicht erwähnt, um welche Bestellung es geht, oder lesen Sie unkonkrete Formulierungen, sind das eindeutige Hinweise auf unseriöse und gefälschte E-Mails.
  • Klicken Sie nur auf Links und Anhänge, wenn Sie die E-Mail erwartet haben oder sich sicher über deren vertraulichen Absender sind.
  • Tragen Sie keine sensiblen Daten in eine Eingabemaske ein, auf die Sie via E-Mail-Link gekommen sind. Möchten Sie sich in den Account Ihres Online-Shops einloggen, geben Sie den Link lieber selbstständig in ein neues Browser-Fenster ein.
  • Hinterfragen Sie mit gesundem Menschenverstand den E-Mail-Inhalt und bedenken Sie: Was zu schön klingt, um wahr zu sein, ist meistens auch nicht wahr. Haben Sie den Verdacht, auf eine Betrugsmail hereingefallen zu sein, handeln Sie bitte schnell: Checken Sie Ihre Accounts bei Amazon, Otto und Co. auf ungewöhnliche Aktivitäten und Abbuchungen und ändern Sie zur Sicherheit die betroffenen Passwörter. Hilfe bietet außerdem eine Hotline für Cybercrime-Opfer an, die vom bayerischen Landeskriminalamt betrieben wird: 089 1212-4400.

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